HAMBURG OST ENERGY · WISSEN KOMPAKT
Ob sich eine PV-Anlage rechnet, hängt von Anschaffung, Eigenverbrauch, Einspeiseerlösen und laufenden Kosten ab. Ein Beispiel zeigt den Rechenweg.
Welche Kosten und Vorteile zählen?
- Investition: Module, Wechselrichter, Montage, Elektrik, Anmeldung und eventuell Speicher.
- Nutzen: vermiedener Strombezug durch Eigenverbrauch und Erlöse für Einspeisung.
- Laufende Kosten: Versicherung, Wartung, mögliche Reparaturen und Wechselrichterersatz.
- Weitere Faktoren: Finanzierung, Steuern, Ertragsminderung und künftige Preisentwicklung.
Vereinfachtes Rechenbeispiel – keine Preisprognose
Angenommen, eine 10-kWp-Anlage kostet 13.000 € und erzeugt jährlich 10.000 kWh. Davon werden 30 % selbst genutzt. Für die Rechnung setzen wir einen vermiedenen Bezugspreis von 0,30 €/kWh und einen angenommenen Einspeisewert von 0,08 €/kWh an. Diese Werte sind ausschließlich Beispielannahmen, keine aktuellen Tarife oder gesetzlichen Vergütungssätze.
| Eigenverbrauch: 3.000 kWh × 0,30 € | 900 € |
| Einspeisung: 7.000 kWh × 0,08 € | 560 € |
| Rechnerischer Bruttovorteil/Jahr | 1.460 € |
Eine einfache Division ergibt 13.000 € ÷ 1.460 € ≈ 8,9 Jahre. Das ist nur eine überschlägige statische Amortisationsdauer vor Betriebskosten, Reparaturen, Finanzierung und zeitlicher Veränderung der Einnahmen. Sie ist keine Renditeberechnung.
Und wenn ein Speicher dazukommt?
Ein Speicher kann den Eigenverbrauch erhöhen, kostet aber zusätzlich Geld und verursacht Umwandlungsverluste. Entscheidend ist, ob der zusätzliche Nutzen seine Investitions- und Betriebskosten rechtfertigt.
Unser Tipp
Vergleiche mindestens zwei Szenarien: ohne Speicher und mit Speicher. Für eine belastbare Renditebetrachtung sollten Zahlungsflüsse über die gesamte Nutzungsdauer einschließlich Ersatzinvestitionen und Finanzierung berücksichtigt werden.
Quellen & Stand: 25.10.2026. EU-JRC: PVGIS für standortabhängige Erträge.
Allgemeine Orientierung; individuelle technische, steuerliche und rechtliche Bedingungen bitte gesondert prüfen.